Gartenbauverein Bergen

 Kräuterwanderung GBV April 2024

mit

Christine Linden

 

Wildkräuter wachsen dort, wo für sie die Verhältnisse optimal sind. Das führt zu einer sehr hohen Nähstoffdichte. 

Wichtig zu wissen: 2 Arten von Sattmachern. Mechanisch/physikalischer Reiz durch Füllstoffe oder durch die chemo Rezeptoren die melden: nährstoffsatt (Wildkräuter, Sprossen oder biologisches Gemüse aus dem Garten)

Beachte: Verdauung fängt im Mund an; beginne den Tag grün Grund?

Das Frühstück legt das Tagesbewusstsein für Nährstoffdichte fest. Hält den ganzen Tag an.

Die beste Art der Wildkräuter Verarbeitung: Spaziergang und sich durch die Natur essen. Das ist lebendige Nahrung, durch die der Körper die Pflanzenstoffe aufnimmt. Sie beinhalten Stoffe, die vor sämtlichen Keimen, Erregern und auch Pilzen schützen. Diese sogenannten sekundären Wirkstoffe dienen der Pflanze als Schutz und stehen dem menschlichen Körper in vollem Umfang zur Verfügung, ebenso die Energie der Pflanze:

 

Anwendungsformen von Wildkräutern

Roh in Salaten, Smoothies, Aufstrichen 

Gekocht: in Gemüsen, Aufläufen, Suppen. Dadurch werden aber viele Vitalstoffe und die sekundären Pflanzenstoffe vernichtet.

Oxymel: saurer Honig; Würz- und Pflanzenöle

Kräuterwasser! Kräuter zwei Stunden in Wasser legen

Fermentieren: Bei diesem Prozess wird der in Lebensmitteln enthaltene Zucker von Bakterien, Hefen und Pilzen verstoffwechselt. Das Ergebnis schmeckt feinsäuerlich und ist lange haltbar

Tinktur: in Vodka (neutral) ansetzen. 2 Vollmondperioden (6 Wochen)

 

Brennnessel:

Königin der Kräuter, beinhaltet das qualitativ

beste Chlorophyll Stoffwechselkrankheiten

wie Rheuma, Gicht, Allergien, nesselsuchtartige

Hautkrankheiten, bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege,

Blutarmut, Erschöpfungszustände, Frühjahrsmüdigkeit, hoher Blutdruck

Verwendungsmöglichkeiten: Essenz, Öl, Tee, Kosmetik, Küche, Tierheilkunde, Garten

Günsel (Wundkraut)

Wichtig für Insekten!

Enthält Tanine und Gerbstoffe hilfreich

bei Entzündungen, Durchfall, milde schmerzstillende Wirkung

Je älter die Pflanze, umso bitterer im Geschmack

Psyche: Unruhe, Angst

Verwendungsmöglichkeiten: Gurgelwasser bei Entzündungen im Mund und Rachenraum, erkrankte Hautpartien mit Tee abtupfen

Gundermann

Das Wunderwundenkräuteröl: fest in ein Glas stopfen und an einen schattigen Ort stellen, sondert gelbliche Flüssigkeit ab

Verwendungsform: Zusammen mit Gänseblümchen Verarbeitung zur Narbencreme, Küche: Eis, Limonade

             

Gänseblümchen – ewig schön

Hat eine unglaubliche Intelligenz, liebt gemähten Rasen (braucht Licht).

3 Stück pro Tag gegessen verändern dein Leben! Regt Stoffwechsel an und entlastet die Schleimhäute, Blutdruck senken und Herzschlag verlangsamen. Wirkt beruhigend bei Husten und Verrenkungen. Verwendete Teile: Blütenköpfchen

Verwendungsform: Tee, Essenz, roh in Salaten, als homöopathisches Mittel in der Kindermedizin, s.o. Narbencreme.

Zwischendurch:

Hautkrankheiten sind oft eine Reaktion auf die Überforderung von Darm, Niere, Leber. Kommen diese Organe mit der Entgiftung nicht mehr nach, geschieht das über die Haut.

Hilfreich kann hier ein einfaches Kräuterwasser sein. Gutes Wasser = in der

Regel Quellwasser anreichern mit Brennnessel, Gundermann, Gänseblümchen, Günsel – was sich grad zeigt, Eine Salbe bestehend aus den genannten Pflanzen wirkt beruhigend und unterstützend.

Wir können uns nicht vorstellen, inwieweit wir durch dieses Tun die Welt positiv verändern – aber in erster Linie uns selbst!

 

Ehrenpreis – an der Blüte erkennbar

Antibiotisch, rheumatischer Formenkreis, Hitzewallungen,

Verdauungsbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Probleme mit den Atemwegen, bei frischen Wunden, Schuppenflechte, Neurodermitis Verwendungsform: Tee, Essig, Wein, Tinktur

 

 

 

 

Rotklee

Beruhigt Nerven, beseitigt Stress und Anspannung und dadurch verursachte Kopfschmerzen, bei Krämpfen, Muskelzucken und Angstzuständen.

Ist Menschen zu empfehlen, die ihre Gefühle in sich eingeschlossen haben: Depressionen.

Verwendungsform: Tee, werden nur die Köpfchen verwendet, Essenz

             

Labkraut klebrig

Das Kraut der Lymphe, durch hohen Siliciumgehalt ein natürliches Mittel bei Brustkrebs (wissenschaftlich getestet und erwiesen). Wird in der Behandlung von Leukämie eingesetzt.

Antioxidativ, Schleimhäute, Mund, Darm Blase. Bei Kindern: Windpocken, Masern.

Verwendungsform: Frischkrautauflage bei schlecht heilenden Wunden,

Sonnenbrand. Tee, homöopathisch bei Nervosität und Depression

Vogelmiere

Kühlend, als Kompresse oder Bäder. Anzuwenden bei Blutvergiftung, Probleme mit der Lunge, Haut, als Leberwickel sehr geeignet und für die gesamte Reinigung des Organismus. 

Gegen Verstopfung: 2 Handvoll frische Pflanzen ind 1,2 l Wasser auf halbe Menge einkochen alle 3 Std. 1 Tasse warm trinken.

Als Salbe: bei juckenden Ausschlägen, Verbrennungen und als Ziehsalbe. (absorbiert Gifte jeder Art)

Salbe am besten mit Kokosfett herstellen!

Oregano: Pflanze der Hundertjährigen Nelken

Auch Nelkenwurz, Ernte im Herbst

      Weiße Blutkörperchen vermehren sich; Stärkung des Immunsystems

      Verdauung verbessert sich, weil vermehrt Verdauungsenzyme gebildet werden

      Schmerzen und Entzündungen verbessern sich – in Kokosöl auflösen

      Fördern Gesundheit von Knochen und Gelenken; erhöhen Knochendichte, weil sie wichtige Mineralien absorbieren.

      Vieren und Keime werden beseitigt.

Nelken gehören zu den gesündesten Nahrungsmitteln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der März ist der optimale Monat für den Obstbaumschnitt

Gartentipp im Februar/ März - Weidenarten (Palmkätzchen) durch Stecklinge vermehren  

 

* Stecklinge vom Baum abgeschnitten, sollen ca.40cm lang sein, finger-/ daumendick

* unmittelbar nach dem Abschneiden mit der dicken Seite nach unten ca.20cm tief in den frostfreien, lehmigen Boden stecken 

   (kein Sand oder Kiesboden)

* die Stecklinge wurzeln im Frühjahr und treiben dann auch aus

* ganz wichtig für die Insekten im Frühjahr

Gartentipps

April

Frühkartoffeln aus dem Eimer.

10 ltr. Eimer mit nährstoffreicher Erde füllen, Kartoffel mit Knospe nach oben einlegen (10cm). Immer wieder mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

 

Mai

Große Blätter oder Bretter auslegen, am Abend von der Unterseite Schnecken absammeln.

Von den Himbeeren überzählige Bodentriebe entfernen.

 

Juni

Bei den meisten Kübel- und Balkonpflanzen mind. 1mal pro Woche Flüssigdünger ins Gießwasser.

 

Juli

Tomaten und Gurken regelmäßig düngen und gießen.

Petersilie aussäen,  sie keimt jetzt gut.

Mulchen hilft gegen Austrocknen des Bodens.

 

August

Spinat, Feldsalat und Winterrettich kann man noch bis Monatsmitte aussäen.

Auf abgeerntete Beete Gründüngung ausbringen.

 

September

Beste Pflanzeit für Frühjahrsblüher.

In kalten Nächten Tomaten mit Vlies schützen.

 

Oktober

Rosen pflanzen.

Kompost umsetzen.

Pflanzzeit für Beerenstäucher.

 

November

Zum Überwintern Kübelpflanzen vorsichtig zurückschneiden.

Schwere Böden umgraben, sonst nur lockern oder mulchen.

 

Dezember

Bei trockener Witterung Immergrüne wässern.